Über Ulrike Schimming

Ulrike Schimming übersetzt Literatur – von Kinder- und Jugendbüchern bis zu Graphic Novels und Comics – aus dem Italienischen und Englischen, arbeitet als freie Lektorin und rezensiert Bücher für die Zeitschrift stern Gesund Leben. Dieser Blog entstand aus ihrer Arbeit für die Jugendzeitschrift stern Yuno. Hier stellt sie Neuerscheinungen oder Klassiker der Kinder- und Jugendbuchliteratur vor, Graphic Novels oder Buch-Perlen, denen sie ein paar mehr Leser wünscht. Weitere Infos zu Ulrike Schimming finden Sie unter www.letterata.de

Den Blick schärfen, die Kreativität fördern, Kunst machen

Gerade ist – wieder mal – ein Gemälde eines alten Meisters für eine Unsumme versteigert worden, obwohl die Urheberschaft anscheinend nicht eindeutig geklärt ist und sich da ein potenter Käufer vielleicht gar keinen echten Leonardo Da Vinci zugelegt hat. Kunst ist eben ein ziemlich macht- und geldgetriebenes Geschäft geworden. Was aber auch wieder zeigt, dass Kunst in unserem Leben einen (ge)wichtigen Stellenwert einnimmt. Was mich zu der Frage bringt: Wie führt man Kinder an die Kunst und ihre Vielfältigkeit heran?

Selbst malen ist wahrscheinlich der beste Weg, kleine Menschen mit Kunst vertraut zu machen. Neben der Fähigkeit einen Stift zu halten, gehört dann aber auch das genaue Hinsehen und Beobachten dazu. Denn wer aufmerksam hinschaut, bringt irgendwann auch Wiedererkennbares aufs Papier.
Ganz spielerisch geht die Berliner Illustratorin Marion Goedelt an diese Herausforderung ran. Sie verwandelt die eigentlich immer etwas spießig und unkreativ daherkommenden Zahlenbilder – bei den man also durchnummerierte Punkte zu einem Objekt verbinden muss – in ein aufregendes Entdeckungsabenteuer.

Angelehnt an da Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist …“ wiederholt sich auf jeder Doppelseite dieser Satz, ergänzt durch etwas, das herausgefunden werden soll, beispielsweise etwas Spaciges, Schleimiges, Gruseliges oder Gefährliches. Auf wunderschön aquarellierten oder mit Wachsmalfarben gestalteten Hintergrundbildern müssen die kleinen Künstler nun das Werk vervollständigen. Die schrägen Figuren, die bei den Zahlenbildern entstehen, sind nicht leicht vorherzusehen (auch für Erwachsene nicht). Was die Angelegenheit dann auch noch spannend macht.
Und hat man mit einem dünnen Bleistift (meine Nichte und ich haben uns erst gar nicht getraut, dicke Filzer zu nehmen) alle Punkte verbunden, geht der Spaß noch eine Runde weiter, denn nun müssen die Gesellen mit dicken Stiften und bunten Farben weiter zum Leben erweckt werden. Die Endergebnisse verwandeln dieses so schon charmante Malbuch dann in ein ganz feines, wertvolles Einzelstück.

Ist nach diesem ersten Malabenteuer dann der Schritt zum genauen Hingucken und angeleitetem Zeichnen vollzogen, stellt sich oft die Frage: Wie bekommt man die Figuren und Gegenstände auf den Bildern so hin, dass sie witzig, dynamisch und mehr oder minder realistisch aussehen?
Der Münchner Comic-Zeichner Ja Reiser hat dafür nun, seine Strich-und-Farben-Kolumne, die zwei Jahre lang in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, zu einem knallbunten Anleitungsbuch zusammengefasst.
In seinem comic-artigen Stil zeigt er zunächst einmal alles, was man zum Zeichnen benötigt, neben Papier, Stifte und Farben, eben auch Anspitzer und Radiergummi, sowie einen passenden Stuhl, damit man beim Zeichnen keine Rückenschmerzen bekommt. Immer wieder eingeflochten sind dann kurze Kapitel über Grundlagen des Zeichnens, also Erläuterungen zu Licht und Schatten oder der Perspektive.

Reisers Sammlung von Motiven – Tiere, Menschen und Fahrzeuge aller Art – liefert unzählige Vorschläge, was alles gezeichnet werden kann. Dabei macht er durch den Aufbau einer Seite klar, dass nicht einfach drauflos gekritzelt wird, sondern, dass man jedes Motiv zunächst einmal genau betrachten sollte und es dann in seine Formen zerlegt. Diese zeichnet man vor und fügt schließlich die Details hinzu. Um den typischen Ligné-claire-Stil der Comics hinzubekommen, werden die Umrisse dann mit Schwarz nachgezogen und erst ganz zum Schluss werden die Motive bunt koloriert. Das mag für angehende Comic-Zeichner vielleicht erstmal frustrierend sein, macht ihnen jedoch bereits von Anfang an klar, dass es eben kein Kinderspiel ist, einen richtig guten Comic zu zeichnen.

Wem der humoristische Comic-Stil dann doch nicht so liegt, sondern wer sich völlig frei auf dem Zeichenblatt bewegen will, der findet eine überaus großartig Anregung bei Marion Deuchars. In ihrem fast DIN-A-4-großen Wälzer Malen und zeichnen wie die großen Künstler stellt sie 18 Künstler_innen vor, von Joan Mirò, Salvador Dalí, Frida Kahlo oder Andy Warhol bis zum Japaner Hokusai.

In kurzen Texten erläutert sie den besonderen Stil des jeweiligen Künstlers und lädt dann sofort zum Nachmachen ein. So entstehen auf dickem, ungebürstenem Papier kubistisch inspirierte Stillleben, Collagen, Selbstportraits, Kalligramme, Menschen und Tiere, Kreise und Dreiecke, Selbstportraits und Tintenkleckszeichnungen.

Auch hier wird wieder genau hingeschaut, beispielsweise bei den mexikanischen Glyphen oder bei den Unterschieden von zornigen oder fröhlichen Bleistiftstrichen. Und bei all dem entfaltet sich vor den Augen der Betrachter_innen die ganze Vielfältigkeit der Kunst und ihre Sinnhaftigkeit. Dabei zeigt auch das Beispiel der australischen Aborigine Emiliy Kngwarreye, dass man für künstlerische Betätigung nie zu alt ist (sie begann mit 80 Jahren zu malen). Ihr Rückgriff auf die eigenen Traditionen und die eigene Lebenswelt beweisen anschaulich, dass auch ein einfacher Stock zu einem Kunstwerk werden kann.

Nach der Beschäftigung mit diesem Buch, das selbst ein Kunstwerk ist, schaut man seine eigene Umwelt definitiv mit anderen Augen an. Man entdeckt, was in Haus und Garten alles für die Erstellung von Kunstwerken genutzt werden kann. Beim Malen, Zeichnen, Kleben, Ausschneiden, Zusammensetzen, Kolorieren und Ausdenken entsteht so ein sinnliches Erlebnis, das weitaus mehr befriedigt, als so manch andere passive Freizeitbeschäftigung. Hier bekommen die Synapsen im Hirn richtig Futter – und vielleicht findet der oder die kleine Künstler_in ganz nebenbei ihren eigenen Stil und ihre eigene Leidenschaft.

Marion Goeddelt: Ich sehe was, was du nicht siehst. Zahlenbilder zum Verbinden, Aus- und Weitermalen, Tulipan, 2017, 40 Seiten, ab 6, 10 Euro

Jan Reiser: Strich und Farben – Die große Zeichenschule, 96 Seiten, ab 8, 14,99 Euro

Marion Deuchars: Malen und Zeichnen wie die großen Künstler, Übersetzung: Claudia Koch/Kathrin Lichtenberg, Midas, 2. Aufl. 2015, 240 Seiten, ab 10, 24,90 Euro

Das Ich, die Bakterien und die Zwänge

Er ist wieder da: der großartige, liebenswerte John Green! Wie nun schon seit Monaten lange bekannt und sehnlichst erwartet, ist jetzt sein neuer Roman erschienen.
Ich gebe zu, ich habe mich gefreut, als ich davon hörte, war aber auch erst einmal skeptisch, ob Green die unglaublich Hypothek seines vorherigen Romans Das Schicksal ist ein mieser Verräter würde stemmen können.

Er kann. Und wieder einmal auf eine sehr anrührende Weise.
In Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken, in der wieder einmal vorzüglichen Übersetzung von Sophie Zeitz, schildert er die Geschichte der etwa 17-jährigen Aza. Das Mädchen leidet an psychischen Zwangsneurosen: Sie hat eine schier unbändige Angst vor körpereigenen Bakterien. Das Mikrobiom, also der Bakteriencocktail, den jeder Mensch im Darm trägt und der lebenswichtig ist, ist ihr unheimlich. Aza fürchtet beständig, sich mit dem – in seltenen Fällen gefährlichen – Bakterium Clostridium difficile zu infizieren. Der Druck, der sich durch diese Angst in ihr aufbaut, kündigt sich mit Gedankenspiralen an, die sie meist nicht mehr stoppen kann und die sich dann darin entladen, dass sie eine Wunde am Mittelfinger immer wieder aufknibbelt. Diese muss sie dann desinfizieren und mit einem neuen Pflaster versorgen, oft mehrmals am Tag. Alles in allem ein nervenaufreibendes Unterfangen.

Als sie ihren Kinderfreund Davis wiedertrifft und sich zwischen den beiden eine Beziehung anbahnt, überträgt sich ihre Bakterienphobie selbst auf den Akt des Küssens und den Austausch von Speichel. Und schon ist Aza wieder in der Spirale zwischen Bakterien, C. difficile, Horrorvorstellungen und Todesängsten. Das geht soweit, dass sie nicht davor zurückschreckt, sogar Desinfektionsmittel zu trinken.

Diese Zwangsstörung verpackt John Green in einen äußeren Plot, in dem Davis‘ milliardenschwerer Vater spurlos verschwindet. Anfangs versucht Aza zusammen mit ihrer quirligen Freundin Daisy, Hinweise auf den Verbleib des Milliardär zu finden. Sie könnten nämlich die ausgeschriebene Belohnung ganz gut gebrauchen. Über dieses erzählerische Vehikel, das als Plattform für Azas eigentliche Geschichte dient, braucht man kein Wort mehr verlieren.

Denn bei allem ist Aza der struppige Star. Als Ich-Erzählerin holt sie die Leser_innen tief in ihr Inneres, und genau da leidet man mit ihr mit, erkennt sich in manchen Momenten wieder. Denn jeder von uns kennt sicher die Momente, in denen wir das Gedankenkarussell nicht mehr stoppen können und uns immer tiefer in unrealistische Vorstellungen reinreiten. In einem gewissen Maß ist das auch „nicht ungewöhnlich“, wie Azas Therapeutin immer zu sagen pflegt.
Doch Aza zeigt, wie sehr die Gedanken ein Eigenleben annehmen können. Das gipfelt bei ihr dann nicht nur in Angst und Selbstverletzung, sondern nimmt wunderbar philosphische Züge an, wenn sie über das Ich nachgrübelt und durch was es gebildet wird: Ist es der eigene Körper? Sind es die Gedanken? Oder ist der Mensch doch beherrscht von den Milliarden Mikroorganismen, die in und auf ihm leben, ohne die er jedoch nicht überleben würde? Aza dreht und dreht sich, kreiselt um sich und riskiert dabei nicht nur sich selbst zu verlieren, sondern auch ihre beste Freundin Daisy.

John Green, der 2014 vom Times Magazin zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt wurde, gelingt es mit seinem leichten Ton den Blick auf die Qualen von psychisch kranken Menschen zu lenken. Er zeigt eindeutig, dass sie nicht an ihrer Krankheit schuld sind, dass sie zwar manchmal anstrengende Freunde und Mitmenschen sein können, die sich vermeintlich immer nur um sich selbst drehen. Doch trotz allem sind diese Menschen liebenswert und sollten jede professionelle Hilfe bekommen, die es nur gibt. Dies ist grade in den USA, wo das Gesundheitssystem nicht so gut ausgebaut ist wie bei uns, schwieriger.
Umso mehr plädiert Green für Offenheit im Umgang mit psychischen Krankheiten – und er weiß, wovon er schreibt, leidet er doch selbst an einer Angststörung.

So wird Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken zu einem berührenden Aufruf, sich als Betroffene_r professionelle Hilfe zu suchen und sich nicht in sich zurückzuziehen. Der Aufruf, offen über immer noch tabuisierte psychische Krankheiten zu sprechen, ergeht jedoch an beide Seiten: Die Betroffenen werden ermutigt, von sich zu erzählen, die Familien, Freunde und die Umwelt wird ermahnt, diese Menschen nicht zu stigmatisieren, sie nicht zu gängeln, sie nicht in irgendwelche Schubladen zu stecken, sondern sich mit ihnen auf Augenhöhe auseinanderzusetzen.

Psychisch erkrankte Leser_innen, egal, ob jung oder alt, werden sich hier wiedererkennen und vielleicht neuen Mut und neue Hoffnung schöpfen. Alle anderen werden sensibilisierter aus der Lektüre hinausgehen. Und damit schafft John Green dann etwas wirklich Großes: Er macht die Welt um ein gutes Stück besser!

John Green: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken, Übersetzung: Sophie Zeitz, Hanser, 2017, 288 Seiten, ab 13, 20 Euro

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Alles eine Frage der Abhärtung

Gerade fallen wieder alle Blätter von den Bäumen, die Laubbläser nerven, und die Wolken nässen nun noch öfter vom Himmel als sonst schon. Es ist die Zeit, in der Mützen, Schals, lange Unterhosen und Wollsocken rausgekramt werden und man wieder dem Zwiebellock frönt. Hauptsache nicht verkühlen.

Das passt Pauli  und seinen Freunden im neuen Kurzroman von Melanie Laibl so gar nicht. Darin überlegen die cleveren Grundschüler sich, wie sie das ganze Wollzeugs und die Unterwäsche des Grauens wieder los werden. Da man gemeinsam stärker ist als allein und auch zusammen mehr bewegt, gründen sie den Verein Verkühl dich täglich. 

Und dann geht es los: In ihrem Vereinslokal, der Terrasse des Eissalons Titanic, treffen sich die Kids und entledigen sich der kratzenden Wärmeschicht. „Kalt? Uns? Niiie!“ wird ihr Schlachtruf und toben leicht bekleidet durch den Park und die Straßen.
Dass die Erwachsenen sofort mit Gegenmaßnahmen – heißes Bad, Hokuspokus-Grippekügelchen, Lebertran und Hühnersuppe – kontern, stachelt den Ehrgeiz der Vereinsmitglieder noch zusätzlich an. Nun heißt die Herausforderung, den Erwachsenen zu zeigen, dass man sich auch ohne Wollzeugs nicht erkältet. Zum Beweis messen Pauli & Co täglich Fieber und wollen mit ihrem Verein berühmt werden. Dafür machen sie sogar einen Ausflug in die Supermarkttiefkühltruhen, was in der Lokalpresse Erwähnung findet.
Nur die Heiße Hilde vom Imbissstand hält die Kinder nicht auf, sondern unterstützt sie mit einer Thermoskanne voller Wundertrank …

Melanie Laibl ist hier ein kleiner feiner und wunderbar anarchischer Roman gelungen, der jedem Erwachsenen die  Haar zu Berge stehen lassen wird. So wage ich als Tante es kaum, diese Geschichte meinem Neffen vorzulesen, der ein würdiges Mitglied im Verein Verkühl dich täglich wäre, läuft er doch selbst zu dieser nassen Jahreszeit am liebsten noch in kurzen Hosen rum und reißt sich beständig die Mütze vom Kopf. Diesem Widerstandsgeist auch noch Vorschub zu leisten, damit tue ich mich schwer.

Aber dennoch ist es genau das, was so großartig an diesem Buch ist: Kinder, die sich nicht so leicht von Eltern und Großeltern einschüchtern lassen, die kreativen Widerstand leisten und der Überbesorgnis der Erwachsenen ein Schnippchen schlagen, schließe ich sofort ins Herz und jubele über diese wunderbare Chupze.
Und genau aus diesem Grund werde ich damit die nächste Vorleserunde bei Nichte und Neffe einleiten und einen kleinen rebellischen Samen bei ihnen aussäen.

Laibls klare Sprache gepaart mit einem trockenen Humor und die beständige Auflockerung des Textes durch die knuffigen Illustrationen von Susanne Göhlich bieten auch Erstlesern einen Anreiz, sich selbst in dieses Leseabenteuer zu stürzen.
Die Folgen sind dann nur noch eine Frage der Abhärtung.

Melanie Laibl: Verkühl dich täglich, Illustration: Susanne Göhlich, mixtvision, 2017, 80 Seiten, ab 7, 12,90 Euro

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Facetten einer Flucht

fluchtflucht

 

 

 

 

 

 

 

Während die Politiker mal wieder um die Aufnahme von Flüchtenden streiten und mithilfe des Begriffes „Flüchtlingskontingent“ eine Obergrenze verschleiern wollen, erinnern momentan zwei ganz unterschiedliche Bücher lebhaft daran, dass ein großer Teil der Generationen unserer Eltern, Groß- und Urgroßeltern ebenfalls flüchten musste und Aufnahme bei Fremden fanden. Dieses Mal geht es jedoch nicht um die Geflüchteten aus dem ehemaligen Ostpreußen, Pommern und Schlesien, sondern um die, die versucht haben, sich über die Pyrenäen nach Spanien in Sicherheit zu bringen.

In seinem neuen Roman Der Pfad schildert Rüdiger Bertram das Schicksal des 12-jährigen Rolf. 1941, während in Europa der Krieg tobt, gelangen Rolf und sein Vater Ludwig, ein Journalist aus Berlin, nach Marseille. Von dort wollen sie mit gefälschten Papieren über die Pyrenäen nach Spanien flüchten, um von dort über Lissabon schließlich nach New York zu reisen, wo bereits Rolfs Mutter auf die beiden wartet. Auch der kleine Terrier Adi, an dem die beiden sehr hängen, soll mit.

„Das ist nur ein längerer Spaziergang“, erklärt Ludwig seinem Sohn anfangs. Doch schnell merken die beiden, dass es nicht so einfach wird, wie man sich so eine vermeintlich entspannte Wanderung über die Berge vorstellt. Schon in Marseille und im Zug nach Banyuls-sur-Mer geraten sie immer wieder in Kontrollen und Razzien. Obwohl sie in dem Teil Frankreichs unterwegs sind, der nicht von den Deutschen besetzt ist, tauchen auch hier immer wieder Nazischergen auf, die Jagd auf Flüchtende machen. Und so kommt es, dass schließlich Rolf mit seinem jugendlichen Bergführer Manuel allein über die Berge flüchtet. Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn es nähme die Spannung.

Denn Bertram gelingt es in diesem Werk, die eigentlich eher schlichten Eckdaten einer Flucht von A nach B mit unerwarteten Wendungen und gefährlichen Begegnungen fiktiv so anzureichern, dass man dem Schicksal der Jungs atemlos folgt. Die Bedrohung durch die Nazis ist selbst in den einsamen Bergen nicht gebannt. Die Natur selbst zeigt sich als nicht zu unterschätzende Macht. Geschickt webt Bertram zudem den Widerstand der Partisanen gegen die Besatzer ein, sodass ein komplexes Bild jener Zeit entsteht.

Bertram, der für die Recherche den Pfad über die Pyrenäen, den Walter Benjamin und Heinrich Mann erklommen, selbst gewandert ist, weckt mit diesem Roman nicht nur das Geschichtsbewusstsein seiner junge Leser_innen, sondern verweist so natürlich auch auf die aktuelle Situation all der Flüchtenden, die heute immer noch auf dem Weg in eine sicherere Welt sind. Und die man ohne jede Einschränkung empfangen sollte.

Eine völlig andere Herangehensweise hingegen hat die Illustratorin und Literaturwissenschaftlerin Pei-Yu Chang gewählt. Sie erzählt in ihrem Bilderbuch Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin vom Schicksal des Philosophen Walter Benjamin. Auch er flüchtete über die Pyrenäen, nachdem er bereits 1933 nach Paris emigriert war. Chang zeigt, wie deutsche Soldaten unter anderem all die Menschen verhaften, die außergewöhnliche Ideen haben. Denn diese sind gefährlich. Die gesichtslosen Männchen mit Helm und Gewehr bilden die dumpfe Masse gegenüber den Andersdenkenden und dem genialen Denker Benjamin.

Doch Benjamin, dargestellt mit Nickelbrille, Schnurrbart und einem hohen runden Hut, findet Hilfe bei Lisa Fittko, die ihn zusammen mit anderen Flüchtenden über die Berge bringen wird. Kein Gepäck, lautet die Ansage, damit die Wanderer nicht auffallen. Nur hält sich Herr Benjamin nicht daran und schleppt einen großen Koffer mit. Denn der Inhalt darin ist für ihn das „Allerwichtigste“ und „kann alles verändern“.

Herr Benjamin schafft es über die Berge, wird aber laut Chang von den Grenzsoldaten abgewiesen. Danach verschwindet der Philosoph – und das Rätselraten um den Inhalt des Koffers beginnt. Dieses Rätsel, das auch heute noch die Menschen beschäftigt, wird wohl für immer ungelöst bleiben. Genauso, wie die exakten Umstände von Benjamins Tod.

Den Betrachter_innen dieses collagehaften Bilderbuches werden sich jedoch Unmengen an Fragen stellen. Angefangen bei, wer war Herr Benjamin und wieso ist er verschwunden, bis hin natürlich, was war in dem Koffer? Die Vorschläge zum Inhalt, die Chang liefert – über philosophische Theorien, eine Geheimwaffe oder köstliche Leckereien aus der Heimat – werden das Rätselraten weiter anheizen und führen dabei schon fast spielerisch in die Disziplinen der Philosophie ein: Was steckt hinter einer Idee, einer Vorstellung? Warum sind Ideen gefährlich? Was ist wichtig: das Immaterielle oder das Materielle? Was ist das Allerwichtigste im Leben? Und darüber hinaus.

Vieles wird kleinen Betrachter_innen inhaltlich vermutlich unverständlich bleiben. Doch auf der Bildebene gibt es für sie so einiges zu entdecken und zu schauen. Den erwachsenen Vorleser_innen bietet sich hingegen eine tiefgründige Anregung, sich mit Benjamin und den Zuständen des Lebens auseinanderzusetzen.

Und genau solche rätselhaften Werke sind es oftmals, die Groß und Klein meist nachhaltiger beeindrucken, als es im ersten Moment erscheint. Sie hallen lange nach, prägen unbewusst und machen nachdenklich – über vieles im Leben. In genau diese überaus wichtige Kategorie gehört das Bilderbuch von Pei-Yu Chang.

Rüdiger Bertram: Der Pfad, Illustration: Heribert Schulmeyer, cbj, 2017, 237 Seiten, ab 12, 12,99 Euro

Pei-Yu Chang: Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin, NordSüd Verlag, 48 Seiten, ab 4, 18 Euro

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Girls, Ihr könnt alles werden!

FrauenSchon seit einiger Zeit tauchen die Good Night Stories for Rebel Girls der beiden amerikanischen Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo in den Timelines meiner sozialen Medien immer wieder auf. Jetzt hatte ich endlich Gelegenheit, dieses anregende Werk, in der Übersetzung von Birgitt Kollmann, selbst zu lesen.

Die Grunddaten sind schnell umrissen: Auf je einer Doppelseite werden 100 Frauen vorgestellt. Links der Text, rechts das Portrait der jeweiligen Frau. Es sind Frauen aus aller Welt und aus allen Zeiten, die „älteste“ ist die Pharaonin Hatschepsut, die im 15. Jahrhundert vor Christus gelebt hat, die jüngste ist die Grundschülerin Coy Mathis, geboren 2007, die als Transgenderkind bekannt wurde. Manche der Frauen sind weltberühmt, wie Modemacherin Coco Chanel, Anwältin Michelle Obama oder Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Andere wie Paläontologin Mary Anning, Motocrossfahrerin Ashley Fiolek, Turnerin Simone Biles oder Rapperin Sonita Alizadeh sind vermutlich nur eingeweihten Menschen dieser besonderen Disziplinen bekannt. Doch genau darin liegt die Faszination dieser Sammlung: Als Erwachsene freut man sich über den Wechsel zwischen bekannten und unbekannten Biografien, entdeckt unbekannte Heldinnen und neue, ganz junge Vorbilder.
Junge Leserinnen dürften sich mit den jungen Frauen wahrscheinlich leichter identifizieren, als mit lange verstorbenen Schriftstellerinnen oder Wissenschaftlerinnen. Doch jenseits von Identifikation finden sie hier Vorbilder aus allen Bereichen des Lebens wie unter anderem Informatik, Astrophysik oder Boxen, die eben nicht nur den Männern vorbehalten sind.

Diese Rebel Girls machen mehr als deutlich, dass Mädchen gerade heute alles werden können, was sie nur wollen, wenn sie es denn wirklich wollen. Denn es wird nicht immer einfach werden, und es werden immer wieder Hindernisse auftauchen, die überwunden werden müssen, doch die Rebellinnen, Widerstandskämpferinnen und Piratinnen in diesem Buch zeigen eindrücklich, dass frau es mit Beharrlichkeit und Mut weit bringen kann.
Dafür darf man sich – und das ist wirklich der einzige Wermutstropfen in diesem Buch – vom Stil der Texte nicht abschrecken lassen. Viele beginnen nämlich mit „Es war einmal …“ und verweisen so auf eine märchenhafte Geschichte. Märchen jedoch, das wissen wir, sind nicht real und werden nur selten wahr. Dabei sind genau hier, all die Träume und Wünsche der Mädchen und Frauen wahr geworden, und zwar ohne die Hilfe eines Zaubertranks oder eines Prinzen, sondern einzig durch die ungebändigte Kraft dieser Frauen selbst.

Dennoch bringen diese kurzen Text die wichtigsten Meilensteine und Überzeugungen der Frauen auf den Punkt, ohne mit Einzeldaten oder weitschweifigen Erklärungen zu langweilen. Wer dann sein persönliches Lieblingsvorbild findet und neugierig geworden ist, wird sicherlich an anderer Stelle weiterlesen und für sich dann die Wege finden, die zum eigenen Rebellinnen-Ziel führt.

Die Portraits der vorgestellten Frauen runden das Buch dann endgültig zu einem Gesamtkunstwerk ab: 60 Illustratorinnen aus aller Welt zeigen den jungen Leserinnen, dass auch grafische Kunst genauso vielfältig sein kann wie die Lebensentwürfe der außergewöhnlichen Frauen.

Die Good Night Stories for Rebel Girls sollten eigentlich jedem Mädchen mit auf den Weg gegeben, und zwar nicht erst ab zwölf, wenn die Girls schon fast zu alt für Gute-Nacht-Geschichten sind. Wenn sich das Potential dieses Buches ganz entfaltet, können wir alle uns auf eine Welt voller kreativer, anpackender, gerechtigkeitsliebender, mutiger, Welten entdeckender Rebellinnen freuen! Die dann vielleicht nicht mehr außergewöhnlich sind, sondern normaler Standard.

Elena Favilli/Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls. 100 außergewöhnliche Frauen, Übersetzung: Birgitt Kollmann, Hanser Verlag, 2017, 224 Seiten, ab 12, 24 Euro

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Ein Bündelchen Widerspruch

anneIch war zwölf, als ich das Tagebuch der Anne Frank zum ersten Mal las. Das ist ziemlich lange her, und die vielen Details von Annes Erzählung, ihre persönliche Art, ihr Erzählstil und ihre Wachsamkeit gegenüber den grausamen Vorgängen in der damaligen Welt habe ich als Jugendliche dann wieder relativ schnell vergessen. Geblieben ist mir jedoch ein tiefes Mitgefühl für Anne und ihre Familie, für die beengte Situation im Hinterhaus und den Schrecken, den diese Menschen durchgemacht haben. Es hat mich für die Verbrechen, die die Nazis den Juden angetan haben, so sensibilisiert, dass mich dieses Thema seit dem immer begleitet hat und nicht loslässt.

Nun habe ich Das Tagebuch der Anne Frank erneut gelesen, und das gleich zwei Mal. Zunächst in der aktuell erschienen Fassung als Graphic Dairy der Israelis Ari Folman und David Polonsky. Die beiden Künstler sind durch ihren Animationsfilm Waltz with Bashir bekannt geworden und haben Anne Franks Tagebuch in eine Graphic Novel umgesetzt. Sie haben mich vom ersten Panel an berührt.

Die Geschichte von Annes Zeit im Hinterhaus in der Prinsengracht ist bekannt. Folman und Polonsky ist es nun gelungen, Annes Briefe an ihre imaginierte Freundin Kitty in einem Ligne-Claire-Stil in warmen Farben in verhältnismäßig wenigen Panels bildlich umzusetzen. So ist man schon nach den ersten Seiten über die Verhältnisse der Familie Frank im Bilde, wie sie unter den Einschränkungen für Juden in Amsterdam zu leiden haben und wie sie im HInterhaus von Franks Firma untertauchen.
In den Textbalken der Panels erzählt Anne selbst, entsprechend ihren Tagebucheinträgen. In den Sprechblasen finden sich fiktive Dialoge, die das extreme Zusammenleben auf engstem Raum unmittelbar erscheinen lassen. Als Leserin hat man Anne und ihr Lebensumfeld also plastisch vor Augen – und kann sich so voll auf Annes innere und äußere Kämpfe konzentrieren.
Äußerlich kämpft sie um ihren Platz unter den Untergetauchten, reibt sich an ihnen, wird als frech und aufmüpfig empfunden. Sie vergleicht sich mit ihrer Schwester Margot, sucht ein bisschen Glück bei Peter.
Innerlich träumt sie von einem Leben nach dem Krieg, setzt sich mit ihrer Wut auf die Mutter auseinander, reflektiert über das, was sie von ihren Helfern und aus dem Radio hört, sorgt sich um ihre Freundinnen, die irgendwo da draußen sind. In diesen Passagen versagt zwar die bildliche Darstellung und Folman und Polonsky drucken dann seitenweise den Originaltext, in Mirjam Presslers Übersetzung, ab, doch mindert das die Qualität dieser Darstellung nicht im Geringsten. Es zeigt viel mehr, was für eine reife, tiefgründige und lebensfrohe Person Anne Frank war.

Damals mit zwölf habe ich diese Dimension überhaupt nicht begriffen, wie es mir nun aufgeht. Ich habe daher meine alte Ausgabe von 1980, in der Übersetzung von Anneliese Schütz, noch einmal vorgezogen. Und darin, in den vergilbten Seiten, fand ich dann genau die Anne aus der Graphic Novel wieder: Das so wache, fröhlich-freche Mädchen, das schon in so jungen Jahren zu so bedeutenden Worten fähig war, das zuhören konnte und aus dem Gehörten die richtigen Schlüsse zog (wenn man ihre Schilderungen von den Radioberichten betrachtet). Die sich aber auch genau bewusst war, dass sie sich nach außen hin ganz anders gab, als sie innerlich eigentlich war.

anneHier passierte bei mir nun zweierlei: Zum einen wurde mir klar, wie exakt Folman und Polonsky in ihrer Graphic Novel gearbeitet haben. Die Anne, die sie darstellen, mit den großen dunklen Augen, dem Seitenscheitel und den keck hochspringenden Haarspitzen, die sich also äußerlich genau dem weltberühmten Foto von Anne annähert, entspricht auch innerlich genau der Anne, wie sie mir im Tagebuch selbst begegnet. Folman und Polonsky ist es also gelungen, diese komplexe Person mit all ihren Facetten lebendig werden zu lassen. Und das ist einfach großartig.

Das andere ist, dass ich nun die enorme Tiefe von Annes Texten natürlich viel besser verstehe als mit zwölf. Aus Annes Tagebucheinträgen schlägt mir die dramatische Wucht ihres Lebens entgegen. In jedem Eintrag entdecke ich etwas Neues, das mich auf ihre Seite zieht. Ich möchte sie gegen alle Vorwürfe ihrer Mitbewohner verteidigen, sie in den Arm nehmen, sie aus dem Hinterhaus rausholen – und kann es nicht. Anne hätte ich gern als Freundin gehabt (wer hätte das nicht?), auch wenn ich mit ihr wahrscheinlich gar nicht hätte mithalten können.
Und so wie ich vergangenes Jahr in Bergen-Belsen vor ihrem Grabstein heulen musste, treiben mir nun ihre Texte wieder die Tränen in die Augen. Weil sie so schön sind, und das Ganze gleichzeitig so traurig und widersinnig ist.

Das Graphic Dairy, das vom Anne Frank Fond in Basel autorisiert wurde, bringt einen vielleicht nicht zum Heulen, doch es stellt einen hervorragenden Einstieg für junge Leser_innen dar, die Anne Frank erst noch kennenlernen müssen. Dass man danach zum richtigen Tagebuch greift, ist eigentlich das höchste Lob, dass man Folman und Polonsky machen kann. Denn auch 75 Jahre nachdem Anne und ihre Familie im Hinterhaus untertauchen mussten, hat sie uns immer noch viel zu erzählen und zu lehren.
Heute vielleicht mehr denn je.

Ari Folman/David Polonsky: Das Tagebuch der Anne Frank, Übersetzung Mirjam Pressler/Ulrike Wasel/Klaus Timmermann, Fischer Verlag 2017, 160 Seiten, 20 Euro

Anne Frank: Tagebuch, Fassung von Otto H. Frank u. Mirjam Pressler, Fischer Verlag, 6. Aufl. 2016, 19,90 Euro

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Märchenhafte Problemlösung

Kinder brauchen Märchen. Immer noch. Daran hat sich auch in diesem Jahrtausend nichts geändert. Das hat die ALMA-gekrönte Autorin Meg Rosoff erst vor kurzen in ihrer Rede an junge Leser in Berlin eindrucksvoll bewiesen. Nachzulesen sind ihre eindringlichen Worte, in der Übersetzung von Brigitte Jakobeit, hier.

Wie man Märchen in heutigen Geschichten für junge Leserinnen einweben kann, beweist aktuell Iris Lieser mit ihrem Buch Sieben Zwerge für Paulina. Die 15-Jährige Hauptfigur ist darin mit einer ziemlich üblen Familiensituation konfrontiert: Ihre Mutter ist seit der Trennung von Paulinas Vater völlig überfordert und gibt tatsächlich Paulina die Schuld an der Trennung. Dementsprechend mies behandelt sie die Tochter. Der Vater hingegen, ein erfolgreicher Anwalt, möchte, dass Paulina Jura studiert, um später mal in seiner Kanzelei arbeitet. Was Paulina wirklich will, interessiert ihn nicht.
Und auch in der Schule läuft es für Paulina überhaupt nicht gut, sie schreibt schlechten Noten und ihre Mitschüler wollen nichts mit ihr zu tun haben. Als dann aber der verhasste Deutschlehrer die Klasse mit einer Sonderaufgabe über Märchen beauftragt, meldet sich auf einmal das coole Freundinnen-Kleeblatt Kira, Fabienne, Lisa und Henriette bei Paulina, die dem Lehrer diese „Gemeinheit“ heimzahlen will. Wenn Paulina also Mitglied in der Clique werden will, soll sie eine Mutprobe bestehen …

Dass es mit dieser Mutprobe nichts wird, liegt nahe. Paulina lernt eine sehr bittere Lektion – bei der ihr jedoch ein ungewöhnlicher Verbündeter zu Seite steht: ein alter sprechender Spiegel.

Das Spiel mit dem Märchen gelingt Iris Lieser auf eine ganz wundervolle Art. Alle Elemente sind vorhanden: die böse Mutter, die Feinde, der magische Helfer, aber auch die wohlwollenden Verbündeten und die gute Fee. So macht Paulina eine Entwicklung, vom frustrierten, pubertierenden Teenager zur verständigen und selbstbewussten Tochter und Freundin durch. Sie kann Leserinnen durchaus als Beispiel dienen, dass es auch für scheinbar aussichtslose Situationen eine Lösung gibt.
Vor allem zeigt Paulinas Geschichte aber auch, dass angeblich so coole Mutproben einfach nicht sinnvoll sind, sondern es viel mehr Ehrlichkeit und Empathie sind, durch die man seinen Platz im Leben findet. Ist man erst einmal soweit, dann klappt es auch mit echten Freunden.

Lieser straft durch ihren sympathischen Roman also diejenigen Lügen, die meinen, Märchen wären altes Zeug und heute nicht mehr nötig. Und liefert damit viel mehr den überzeugenden Beweis für Meg Rosoffs Worte: „Ohne Geschichten sind wir in einer starren Version unseres Selbst gefangen. Geschichten erschließen uns neue Wege.“

Iris Lieser: Sieben Zwerge für Paulina, Fabulus-Verlag, 2017, 120 Seiten, ab 12, 16 Euro

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